Fußball 7. Ordentlicher Verbandstag des Kreisfachverbandes (KFV) Altmark West in Winterfeld

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Erwin Bugar (links), Heinrich Piep (Dritter von rechts) und Lutz Franke (rechts) überreichten Andreas Horn (Zweiter von li.), Uwe Binde (Dritter von li.), Karl-Heinz Unger (Vierter von li.), Dirk Reichelt (Vierter von rechts) und Peter Kramer (Zweiter von re.) die Ehrennadel in Silber.

An der Spitze des Kreisfachverbandes (KFV) Fußball Altmark West bleibt alles beim Alten. Allerdings ging es beim 7. Ordentlichen Verbandstag am Freitagabend im Winterfelder Landhotel „Wieseneck“ nicht nur um die Neuwahl des Vorstandes, sondern über viele weitere wichtige Dinge rund um die „schönste Nebensache der Welt“ wurde eifrig diskutiert.

Winterfeld l Heinrich Piep bleibt – und das ist wohl die wichtigste Meldung des Verbandstages – der Präsident des KFV in der Westaltmark. Mit klarer Mehrheit wurde Piep gewählt und damit in seinem Amt bestätigt. Genau so war es bei dessen Stellvertreter Torsten Felkel, Axel Garz (Spiel- und Jugendausschussvorsitzender), Uwe Pape (Lehrausschussvorsitzender), Thomas Kölle (Schiedsrichter-Obmann), Wolfgang Schröder (Vorsitzender Sportgericht) und Jeannette Henke (Verantwortliche Frauen- und Mädchenfußball). Dem Präsidium beigetreten sind neuerdings Matthias Bock, der Axel Krüger als Verantwortlicher für Ehrungen und Auszeichnungen ablöst, und Florian Schulz als Pressewart. Neben Krüger stellte sich auch Schatzmeister Tobias Trittel – beide übrigens aus beruflichen Gründen – nicht mehr zur Wahl.

Erhielten die Ehrennadel in Gold: Peter Gerlach (Zweiter von links), Mayk Zürcher (Dritter von links), Uwe Pape (Vierter von links) und Torsten Felkel (Dritter von rechts).

Erhielten die Ehrennadel in Gold: Peter Gerlach (Zweiter von links), Mayk Zürcher (Dritter von links), Uwe Pape (Vierter von links) und Torsten Felkel (Dritter von rechts).

Spielgemeinschaften ein heißes Thema

Der insgesamt siebte Verbandstag war durch das KFV-Präsidium mühevoll vorbereitet worden, so dass man von einer ruhigen Atmosphäre sprechen konnte. Nur kurzzeitig wurden die Diskussionen etwas lauter und kritischer, als es um die Bildung von Spielgemeinschaften im Herrenfußball ging. In den Satzungen und Ordnungen des KFV, aber auch des FSA ist festgelegt, dass bei einem Zusammenschluss zweier Vereine die Spielgemeinschaft ganz unten, sprich in der 1. Kreisklasse, anfangen muss. Das ist auch aktuell bei der SG Eintracht Chüden II/SV Liesten II und der SG Kakerbeck/Klötze II der Fall. Horst Schernikau aus Kakerbeck, Lutz Schwochow aus Kalbe/Milde und Konrad Fuchs aus Gardelegen stemmten sich sachlich dagegen. Besonderen Applaus gab es dabei für Fuchs, der erklärte: „Es ist doch für uns eigentlich logisch, Spielgemeinschaften zu fördern in unserem Flächenland. Wir sollten daher überlegen, die Satzungen zu ändern, um mehr Mannschaften und Spieler im Spielbetrieb zu haben, denn wir sind vom demographischen Wandel stark betroffen.“ Ähnlich sahen es auch Schernikau und Schwochow. Erwin Bugar – der Präsident des Landesverbandes zählte genau wie beispielsweise Lutz Franke, Peter Böse und Andreas Lenz vom Kreissportbund oder dem Präsidenten des KFV Altmark Ost, Werner Meinschien, zu den Ehrengästen – verfolgte die Diskussion genau mit und erklärte: „Ich sehe, dass ihr den Sport hier mit großer Leidenschaft angeht. Unser Ziel kann es zwar nicht sein, den Wettbewerb durch Fusionen zu beeinträchtigen, doch ich verspreche euch, dass wir das Thema bei unserer nächsten Sitzung mal ansprechen.“ Damit machte Bugar („Vielleicht sollte jeder Kreis doch selbst darüber entscheiden, wie er mit diesem Thema umgeht“) den Teilnehmern auch ein wenig Hoffnung. Axel Garz vom KFV bekräftigte hingegen noch einmal: „Die Bildung einer Spielgemeinschaft ist weiterhin erlaubt, doch unserer Ansicht nach muss diese auch weiterhin ganz unten anfangen.“

Lutz Franke - Vorsitzender des KSB AltmarkWest

Lutz Franke – Vorsitzender des KSB AltmarkWest

Von Lutz Franke, Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) Altmark West, gab es viel Lob für die Arbeit des KFV-Präsidiums. „Ihr seid für uns ein wichtiger Partner. 30 Prozent unserer Mitglieder sind in eurem Verband angesiedelt. Genauer gesagt sind es 4444 Mitglieder in insgesamt 42 Vereinen. Wir arbeiten gut zusammen und ihr könnt, wenn ihr ein Problem habt, jederzeit zu uns kommen“, erklärte Franke. Auch Erwin Bugar, der mit der freudigen Mitteilung nach Winterfeld kam, dass das MDR-Fernsehen das Landespokalendspiel zwischen den beiden Drittligisten Hallescher FC und 1. FC Magdeburg am 18. Mai in Halle live überträgt, war voll des Lobes bezüglich der Arbeit der KFV-Funktionäre. „Das Ehrenamt ist eine tragende Säule in unserer Gesellschaft. Ohne es wäre vieles nicht möglich. Ich danke euch für eure tolle Arbeit und kann euch sagen, dass ihr ein sehr zuverlässiger Partner des FSA seid. Speziell bei Heinrich Piep weiß ich, dass er stets die Interessen der Vereine vertritt“, so Bugar, der auch zum Thema Integration von Flüchtlingen noch einige Worte loswurde und den Vereinen diesbezüglich Unterstützung zusicherte.

Nach einer Schweigeminute für die in der letzten Legislaturperiode verstorbenen Sportsfreunde ergriff dann auch KFV-Präsident Heinrich Piep das Wort. Der zeigte sich unterm Strich ebenfalls sehr zufrieden. „Ich denke, wir haben in den letzten vier Jahren in allen Ausschüssen eine gute Arbeit geleistet, bringen uns viel mit ein und sind für euch jederzeit ein korrekter Ansprechpartner“, erklärte Piep, der allerdings den Rückgang der Mannschaften- und Schiedsrichteranzahl im Altmarkkreis Salzwedel etwas bedauert. In der Herren-Kreisoberliga wird die Zahl nun auf 14 Teams reduziert, genauso viele Mannschaften werden demnächst in der Kreisliga spielen. Wie viele Vertretungen sich aus der 1. Kreisklasse dazu gesellen, steht aktuell noch nicht fest. Fest steht aber, dass der SV Grün-Weiß Potzehne nach seinem freiwilligen Rückzug noch vor der laufenden Saison aus der Landesklasse in der kommenden Spielzeit in der Kreisoberliga wieder eine Mannschaft stellen wird. Die Meldung sei bereits fristgerecht eingegangen, verriet der KFV-Chef. Auch über den Nachwuchsfußball, wo momentan speziell die D-Junioren-Talenteligateams des SV Eintracht Salzwedel und des SSV 80 Gardelegen für großes Aufsehen sorgen, den Altherrenfußball, wo die Zahlen der Teams bedauernswerter Weise immer mehr sinken, den Frauenfußball, an dem sich in der Regionalklasse Nord in dieser Saison zehn Teams auf Kreisebene beteiligen, und über die gute Zusammenarbeit mit dem FSA wurde unter anderem gesprochen. Zudem ist Piep der Ansicht, dass die Arbeit der Vereine mit dem DFB-Postfach insgesamt noch verbesserungsfähig sei.

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Tobias Trittel (links) wurde von Heinrich Piep für seine Verdienste als Schatzmeister geehrt.

Tobias Trittel, der aufgrund seiner beruflichen Veränderung das Amt des Schatzmeisters („Ich hatte in dieser Funktion sehr viel Spaß“) nicht mehr ausüben kann, sprach noch ein paar Dinge zum Thema „Finanzen“ an. Er lobte die Zahlungsmoral der Vereine und richtete ihnen einen Dank dafür aus. Er selbst war seit 2012 im Amt und arbeitete mit dem elektronischen Finanzprogramm, das der FSA zur Verfügung gestellt hatte. „Wir hatten damit keine größeren Probleme und konnten die Startgelder auf einem recht niedrigen Niveau halten“, verriet Trittel. Klaus Syring, der als Kassenprüfer im Kreisfachverband tätig ist, bedauerte Tobias Trittels Schritt. „Der KFV war auch dank der guten Arbeit von Tobias Trittel finanziell gut aufgestellt. Daher ist es schade, dass er uns jetzt nicht mehr zur Verfügung steht“, erklärte Syring. Auch Thomas Kölle, Schiedsrichterobmann des KFV, richtete noch einige wichtige Worte an die Anwesenden. „Zum einen möchte ich noch einmal auf den Schiedsrichter-Anwärterlehrgang am 16. und 17. Juli in Arendsee verweisen, wo weitere Teilnehmer gern gesehen sind. Des Weiteren finde ich es bedauerlich, dass Schiedsrichter in unserem Kreis schon in sozialen Netzwerken attackiert werden. Das ist sicherlich auch einer der Gründe, weshalb die Zahl der Referees immer weiter sinkt“, so Kölle.

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Thomas Kölle (Zweiter von links) freute sich über die Ehrenplakette des Landesverbandes. Fotos: Florian Schulz

Thomas Kölle erhält die FSA-Ehrenplakette

Fehlen bei einem solchen Verbandstag dürfen natürlich nicht die Ehrungen und Auszeichnungen, diesmal für insgesamt 15 Funktionäre. So durften sich André Dörk, Henry Mühl (beide VfB Klötze 07) und Maximilian Presser (FSV Heide Letzlingen) über die Ehrennadel des FSA in Bronze, Andreas Horn (VfB Klötze 07), Detlef Reps (FSV Heide Letzlingen), Uwe Binde (ESV Lok Salzwedel), Karl-Heinz Unger, Dirk Reichelt (beide SV Eintracht Salzwedel), Peter Kramer (SV Schwalbe Schwiesau) und Bernd Fankhänel (TuS Blau-Weiß Kakerbeck) in Silber sowie Mayk Zürcher (MTV Beetzendorf), Peter Gerlach (SG Eintracht Mechau), Uwe Pape (FSV Heide Letzlingen) und Torsten Felkel (SV Eintracht Salzwedel) in Gold freuen. Thomas Kölle vom ESV Lok Salzwedel erhielt für seine besonderen Verdienste die Ehrenplakette des Landesverbandes.

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Erwin Bugar (links) loste unter der Aufsicht von Stefan Thodte die Altherren-Pokalspiele aus.

Bevor es dann zur Entlastung und Neuwahl des Vorstandes kam, wurden durch Erwin Bugar unter der Aufsicht des Pokalverantwortlichen Stefan Thodte noch die Kreispokal-Halbfinalpartien der Altherren ausgelost. Dabei trifft der SV Heide Jävenitz auf den SV Eintracht Salzwedel, der FSV Heide Letzlingen ist indes Gastgeber für den VfB Klötze 07. Beide Begegnungen steigen am 21. Mai. Terminiert sind übrigens auch schon das Kreispokalendspiel der Herren (18. Juni) und das Duell um den Altmarkpokal (26. Juni). Die Wahl des neuen Präsidiums brachte keine Überraschungen mit sich. Die Kandidaten für die jeweiligen Posten wurden mit großer Mehrheit beziehungsweise einstimmig gewählt und erklärten sich bereit, zumindest in den kommenden vier Jahren ihre Ämter auszuüben. Präsident Heinrich Piep, der noch einmal zu einem Besuch der neu eingerichteten Homepage (www.kfv-fussball-altmarkwest.org) riet, hofft natürlich, dass sie dies mit ähnlichem Engagement wie auch in der vergangenen Periode tun.

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André Dörk (Dritter von links) und Henry Mühl (Zweiter von rechts) nahmen die FSA-Ehrennadel in Bronze in Empfang.

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