Das Immekather Vereinsheim soll in diesem Jahr renoviert werden. Eigentlich sollte dies 2015 passieren, doch die Fördergelder reichten nicht. Für 2016 steht der Verein auf der ersten Position der Prioritätenliste. © Schulz

Das Immekather Vereinsheim soll in diesem Jahr renoviert werden. Eigentlich sollte dies 2015 passieren, doch die Fördergelder reichten nicht. Für 2016 steht der Verein auf der ersten Position der Prioritätenliste.
© Schulz

Trainingsplatz statt neuem Sanitärtrakt – Ausschuss beschließt Sportstättenförderung

Quelle: Volksstimme Salzwedel (ue) l Das Thema Sportstättenförderung gestaltete sich während der Sitzung des Kreis-Ausschusses für Sport und Kultur etwas kompliziert. Grund war der zurückgezogenen Antrag der Schützengilde Kalbe, die zuvor auf der Prioritätenliste auf dem dritten Platz stand. Der geplante Bau des Sanitärtraktes erwies sich letztlich doppelt so teuer wie die ursprünglich eingeplanten 24 600 Euro. Das sei schade, weil für die Antragsteller aus Immekath, Berge, Kalbe und Gardelegen bereits Landeszuschüsse bewilligt waren, so Peter Böse, Geschäftsführer des Kreissportbundes Altmark West (KSB). Er habe daher als Nachrücker die Schützengilde Salzwedel vorgeschlagen, die eine ähnliche Investition plane.

Diskussion um „Nachschlag“

Allerdings habe der FC Jübar/Bornsen noch den Wunsch angemeldet, einen Trainingsplatz zu bauen. Im Gespräch seien 9000 Euro. Diese sollten so aufgeteilt werden, dass 5000 Euro durch den Altmarkkreis gefördert werden und die Gemeinde Jübar 2500 Euro beisteuere, den Rest wolle der Verein als Eigenmittel übernehmen. Der KSB-Geschäftsführer wies darauf hin, dass durch den Rückzug der Kalbener Schützen 6200 Euro freigeworden seien, die verwendet werden könnten.

Zudem sei die Investition des Reit- und Fahrvereins Gardelegen teurer geworden als ursprünglich geplant, da für die Beregnungsanlage eine größere Pumpe eingebaut werden musste.

Mit dem Gedanken, hier die Förderung zu erhöhen, tat sich Fritz Kloß (SPD) schwer. Gardelegen sei bereits einmal gefördert worden. Ein Nachschlag würde Nachahmer auf den Plan rufen, so der Diesdorfer.

Letztlich entschieden sich die Ausschussmitglieder mehrheitlich, die Förderung für den RFV um 400 Euro anzuheben.

Matthias Lübke (CDU), der die Ausschuss-Sitzung in Vertretung des Vorsitzenden Carsten Borchert (CDU) leitete, plädierte dafür, den geplanten Trainingsplatz des FC Jübar/Bornsen mit 30 Prozent der Investitionssumme, also 3000 Euro zu fördern. Dem Vorschlag stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig zu.

(Quelle: AltmarkZeitung)

Der Kreissportausschuss arbeitete sich am Dienstagabend durch neue und veränderte Förderanträge von Sportvereinen. Ganz neu kam der Fußballclub Jübar/Bornsen ins Spiel. Da es immer mehr Nachwuchs gibt, soll ein Platz in Bornsen wieder reaktiviert werden.

9000 Euro sind dafür nötig, 5000 sollen vom Kreis fließen. So die Idee des Vereins. Doch es gibt Förderrichtlinien. Demnach gibt der Kreis 30 Prozent, also 3000 Euro. Möglich ist dies nur, weil ein anderes Projekt zurückgezogen wurde und somit Kreismittel frei werden. Die 32-Mitglieder starke Schützengilde Kalbe wollte einen Sanitärtrakt anbauen. Doch nachdem Gemeinde-, Kreis- und Landesmittel bereits zugesagt waren, kam heraus – die Finanzierung stimmt nicht. Statt 24 000 wären 48 000 Euro nötig. Dies ergab eine Projektierung. Konsequenz: Die Schützengilde wird zumindest 2016 nicht bauen.

Der SSV 80 Gardelegen hat bereits im vergangenen Jahr Geld für die Beregnungsanlage für zwei Plätze bekommen. Doch die Summe reicht nicht, da eine größere Pumpe als gedacht angeschafft werden musste. Die Sportler wollten 1000 Euro Unterstützung vom Kreis bekommen. Der Ausschuss befürwortet 400 Euro. Allerdings gab es vorher eine grundsätzliche Diskussion. Kreistagsmitglied Fritz Kloß warnte mehrfach davor, die Türen zu öffnen. Denn nun könnten auch andere Vereine kommen und nachträglich noch zusätzliches Geld beantragen.

Darüber hinaus wurde über die Investitionprojekte 2016 diskutiert. Dabei gilt: Vereine, Kreis und Land wollen gemeinsam die nötigen Mittel aufbringen (siehe Infokasten). Damit könnten Investitionen von insgesamt rund 135 000 Euro bewerkstelligt werden.

Von Christian Ziems – AltmarkZeitung

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