SV 04 Rohrberg will 40-jähriges Bestehen der Einrichtung feiern / Altersschnitt bei 28,7 Jahren

 

Erheblich verjüngt hat sich die Mitgliederschaft des Rohrberger Sportvereins in den vergangenen zehn Jahren. Daran haben auch die Judo Crocodiles einen Anteil, die nach wie vor die größte Sektion bilden.

 

 

Hilke Klopp (von links), Erhard Kleitzke und Gerd Niebur gehören seit 40 Jahren der Sportvereinigung 04 Rohrberg an. Foto: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

 

Rohrberg l 169 Mitglieder gehörten der Sportvereinigung (SV) 04 Rohrberg Ende 2017 an. Davon waren 79 weiblichen Geschlechts. Diese Zahlen nannte der Vorsitzende Gerd Niebur am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung im Landgasthof Alter Bahnhof in Rohrberg.

Aktuell seien es 153 Sportler, die in den Sektionen Judo (65 Mitglieder), Kinderturnen (20), Volleyball (18), Aerobic (16), Fitness (15), Kegeln (11) und Gymnastik (8) aktiv seien.

Vor zehn Jahren habe der Altersdurchschnitt bei 41,1 Jahren gelegen. Im Moment sei Ilvie Schynschetzki mit drei Jahren das jüngste und Detlef Fuchs mit 81 Lenzen das älteste Mitglied. „Das Durchschnittsalter beträgt jetzt 28,7 Jahre“, verwies Gerd Niebur darauf, dass es sich beim SV 04 um einen relativ jungen Verein handele.

Im Vorjahr habe es neben Traditionsveranstaltungen wie dem Chemiepokal im Kegeln und dem Mai-Fest einige Neuanschaffungen gegeben. „Die Weichschaummatten werden von den Kindern sehr gut angenommen. Sie sind aber sehr schwer“, schilderte der Vorsitzende. Gekauft worden sei zudem ein neuer Sprungkasten. „Auf dem Vorgänger habe ich schon als Schulkind Sport gemacht“, verwies Niebur darauf, dass das Gerät in die Jahre gekommen war. An einer in der Halle angebrachten Magnettafel erfahren die Sportler die Neuheiten von den Judo Crocodiles, der größten Sektion.

Im Gespräch ist Gründung einer Kindertanzgruppe

 
„Mit Stefan Lüttich und Frank Pelczarski haben wir zwei Trainer in unseren Reihen. Zudem sind zwölf Übungsleiter aktiv“, sagte der Vorsitzende. Im laufenden Jahr sei vorrangig, weitere Mitglieder sowie Übungsleiter zu gewinnen und die vorhandenen Lizenzen zu aktualisieren. „Zudem denken wir über die Gründung einer Kindertanzgruppe nach. Hintergrund ist, dass wir gern die Mädchen und Jungen auffangen wollen, die mit dem Erreichen des Schulalters nicht mehr über den Kindersport betreut werden“, erklärte er.

Die Vereinsmitglieder wollen sich erneut bei der 1.-Mai-Veranstaltung und beim Waldmarkt mit einbringen. Zudem gebe es etwas zu feiern: Die Rohrberger Mehrzweckhalle sei vor 40 Jahren fertiggestellt worden. Dies sei ein würdiger Anlass, ihr einen Namen zu verleihen. „Unser Vorschlag ist Walter-Tepelmann-Halle. Denn unser einstiger Bürgermeister hat große Verdienste daran, dass sie gebaut wurde“, schilderte der Vorsitzende und fügte hinzu: „Die vier Jahrzehnte haben ihre Spuren hinterlassen. Die Gemeinde plant, die Fassade und die Fenster zu erneuern. Zudem steht sie dem Anbau eines Geräteraumes aufgeschlossen gegenüber.“

Geräteraum-Anbau könnte sich verschieben

 
Doch ob alles in diesem Jahr umgesetzt werden könne, sei noch nicht sicher, merkte Bürgermeister Bernd Schulz an. „Wir hatten schon mal einen Planer da, der eine Kostenschätzung abgegeben hat. Der Altmarkkreis Salzwedel fordert eine Betrachtung der ganzen Halle. Da muss wohl ein Brandschutzkonzept erarbeitet werden“, sagte er. Die im Haushalt eingeplanten 100 000 Euro würden wahrscheinlich nicht reichen.

Bernd Schulz bat den Sportverein, einen Förderantrag beim Sportbund zu stellen. Wenn dieser befürwortet werden sollte, würden wohl erst im nächsten Jahr Gelder fließen, erklärte Gerd Niebur.

Neuauflage für eigenes Judoturnier geplant

 
Judo-Sektionsleiter Stefan Lüttich berichtete über die Teilnahme an zehn Turnieren und ein gelungenes Sommerlager, an dem insgesamt fünf Vereine teilgenommen hätten. Gut angekommen sei auch das erste eigene Judoturnier. „Wir haben es im relativ kleinen Rahmen gehalten, weil wir erst sehen wollten, welcher organisatorische Aufwand dahinter steckt“, informierte er.

In diesem Jahr, am 9. September, werde es die zweite Auflage geben. „Dann etwas größer und mit mehr Teilnehmern“, blickte er voraus. Die Mitgliederzahl der Sektion würde weiter steigen, freute er sich über den Zuspruch. „Das spricht dafür, dass das Training nicht so schlecht ist“, merkte Stefan Lüttich an und verwies darauf, dass bald ein Neuling dazukommen werde, der bereits 17 Jahre ist. „Es ist gut, wenn es auch bei den Älteren Zuwachs gibt“, sagte er.

Die Kassenprüfer bestätigten Kassenwartin Katrin Jordan, die entschuldigt fehlte, eine gute Arbeit. Die Anwesenden entlasteten den Vorstand. Zum Schluss gab es Blumen: für Katrin Jordan und Vorstandsmitglied Marlen Robra. Und da das 40-Jährige der Sporthalle bevor steht, gab es auch noch einen farbenfrohen Gruß für Hilke und Otto Klopp, Erhard Kleitzke sowie Gerd Niebur, die seither dem Sportverein angehören.

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