KREISSPORTBUND Geschäftsführer Andreas Lenz blickt auf Corona-Entwicklung

VON FLORIAN SCHULZ ALTMARKZEITUNG

#Altmark – Tatsächlich ist Andreas Lenz nun schon seit fast zwei Jahren als Geschäftsführer des Kreissportbundes (KSB) Altmark West tätig. Am 1. Januar 2020 übernahm der Letzlinger die Nachfolge von Peter Böse. Nur rund zwei Monate später kam die Corona-Pandemie, die natürlich auch Lenz und dessen neuer Stellvertreterin Claudia Constabel den Einstieg erschwerten.

Einen Applaus hat KSB-Geschäftsführer Andreas Lenz mit Sicherheit auch für alle Mitglieder übrig, die ihren Vereinen auch in Corona-Zeiten die Treue halten. Foto: Schulz ALTMARKZEITUNG

„Wir sind unsere Aufgaben mit vollem Einsatz angegangen, wurden dann aber schon wenig später ausgebremst“, erinnert sich der KSB-Geschäftsführer zurück. Im Jahr 2020 konnten gerade noch die Ehrengabe durch den Landrat sowie die Winterfreizeit durchgeführt werden, ehe am 11. März bereits der Lockdown ausgerufen wurde. Veranstaltungen wie „Komm, mach mit!“, das Familiensportfest in Salzwedel am 1. Mai sowie auch der eigentliche Höhepunkt – die KSB-Sportgala in Beetzendorf – blieben im gleichen Jahr auf der Strecke. „Es war natürlich sehr ärgerlich, dass man im Vorfeld alles geplant hatte, dann aber fast alles abgesagt werden musste“, verdeutlicht Andreas Lenz. Doch zu tun gibt es für ihn und seine Kollegen dennoch genug auf der KSB-Geschäftsstelle. „Beispielsweise können wir uns nun vermehrt um Bestandsaufnahmen oder Vereinsberatungen kümmern“, verrät Lenz.

Nach der Bilanz vom 31. Dezember 2020 stellte der KSB fest, dass es im vergangenen Jahr lediglich einen Rückgang von 119 Mitgliedern gab. Ein erträglicher Rahmen, zumal es sich nur um einen Unterschied von 0,01 Prozent im Vergleich zu 2019 handelte. Ganz anders traf es den Landessportbund Sachsen-Anhalt (LSB), der um die 10.000 Mitglieder verlor. „Erfreulich ist es, dass die Mitglieder ihren Vereinen in unserer Region trotz der schwierigen Lage die Treue halten“, erklärt der KSB-Geschäftsführer. Allerdings befürchtet er, dass sich die Schwund-Zahl für 2021 vergrößert. „Das haben wir nach Gesprächen mit den Vereinen und deren Vorsitzenden schon heraushören können“, so Lenz. Noch bis zum 15. Dezember können die einzelnen Klubs ihre Daten an den KSB melden.

„Es ist natürlich schwierig, den Mitgliedern zu verdeutlichen, dass sie Beiträge zahlen müssen, auf der anderen Seite aber nicht mal ein Trainingsbetrieb möglich ist“, spricht Andreas Lenz auch auf die aktuelle Lage an, in der beispielsweise die Landesverbände Fußball und Handball den Spielbetrieb bis Jahresende aussetzten. „Wir vom KSB können an dieser Stelle nur an die Solidarität der Mitglieder appellieren, ihren Vereinen, die ja nichts dafür können, die Treue zu halten“, äußert sich der Geschäftsführer. Sowohl von der Politik als auch vom KSB selbst gab es im vergangenen Jahr sogenannte Corona-Hilfen für die einzelnen Vereine. „Einerseits, um die Belastung abzufedern, andererseits, damit die finanziellen Mittel für mögliche neue Anschaffungen vorhanden sind“, erklärt Lenz, um anzufügen: „Die Vereine können sich bei Problemen jederzeit bei uns melden.“

Der Veranstaltungskalender für das Jahr 2022 ist in Arbeit und steht bereits kurz vor der Fertigstellung. Ziel ist es natürlich, möglichst alle Veranstaltungen über die Bühne zu bringen. Allerdings ist dies mit Blick auf die Corona-Entwicklung noch äußerst fraglich. Auch die für den 12. März geplante KSB-Sportgala in der Beetzendorfer Sporthalle steht dementsprechend noch auf wackligen Beinen. „Wir hoffen natürlich, dass die Impfquote deutlich weiter ansteigt und wir im nächsten Jahr wieder deutlich mehr Freiheiten haben“, erklärt der KSB-Geschäftsführer abschließend.

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