Wieder großes Interesse an Ball / Auszeichnungen vergeben / Verantwortung angemahnt

Festliche Garderobe, Auszeichnungen und ein politisches Statement: der Kreisreiterball am Sonnabend hatte neben der Feier einiges zu bieten.

Von Meike Schulze-Wührl VOLKSSTIMME

Die Stimmung beim Kreisreiterball war von Anfang an spitze. Auf Geheiß des Kreisreiterchefs wurde an den Tischen auch mal geschunkelt. Fotos: Meike Schulze-Wührl VOLKSSTIMME

Winterfeld l Wenn der Kreisreiter- und Pferdezuchtverband (KRZV) Salzwedel zum Ball einlädt, scheint die Festscheune in Winterfeld aus ihren Nähten zu platzen. So war es auch am Sonnabendabend, als die Pferdesportler, -züchter, deren Partner sowie Freunde des Pferdesports die erfolgreiche und ereignisreiche Saison 2019 feierten und auf das bevorstehende Sport- und Zuchtjahr blickten. Die 350 Karten waren im Vorfeld fix verkauft. Eine Tatsache, die die Organisatoren um Kreisreiterchef Detlef Bock, der mittlerweile seit 16 Jahren im Amt ist, freute. Ist es doch indirekt ein Lob für das Engagement und auch ein Zeichen für den Zusammenhalt der Pferdesportler und der Reit- und Fahrvereine.

Dazu trage der Kreisreiterchef in hohem Maße selbst bei, wie Stellvertreterin Angelika Netzband in ihrer Begrüßung bekräftigte. Mit Detlef Bock stehe ein Mann an der Spitze des Verbandes, „der seine ganze Kraft einsetzt, um einen aktiven und lebendigen Kreisreiter- und Zuchtverband zu gestalten. Er wird nicht müde in seinen Bemühungen, den Zusammenhalt der Reitvereine des Altmarkkreises zu fördern, ist bei allen Turnieren und Veranstaltungen dabei, engagiert sich und kämpft für unseren schönen Sport.“ Dass das auch die Anwesenden im Saal so sehen, bekundeten sie mit tosendem Applaus.

Apropos: Den gab es an dem Abend auch immer wieder beim Verlosen der Preise der großen Tombola, deren Erlös der Jugendförderung im KRZV zu Gute kommt, ebenso wie bei den Auszeichnungen erfolgreicher Sportler und Ehrungen besonders engagierter Verbandsmitglieder. Die Kulisse festlicher Abendgarderobe gab diesem offiziellen Teil einen besonderen Glanz. Absolut überrascht aber auch überglücklich nahmen beispielsweise Anja Neuhaus (Kemnitz), Anja Haeweker (Kunrau) und Pamela Köhnke (Sanne-Fleetmark) die Ehrennadeln des Landesverbandes in Bronze entgegen. Zuvor hatten Marion und Jochen Deparade als Vertreter des Sportvereins Engersen die Ehrenurkunde des Landesverbandes erhalten. Die höchste Auszeichnung des Landesverbandes, die Goldene Peitsche, gab es für den langjährigen Preisrichter Volker Tegge aus Klötze, der die Ehrung sichtlich bewegt entgegennahm. Darüber hinaus waren auch die Landesmeister des Jahres 2019 aus dem KRZV sowie die Kreismeister und Cup-Gewinner noch einmal vor großer Kulisse geehrt worden.

Anja Haeweker (v.l.), Pamela Köhnke und Anja Neuhaus wurden mit Ehrennadeln des Landesverbandes in Bronze geehrt. Fotos: Meike Schulze-Wührl VOLKSSTIMME

Höhepunkt der Ehrungen war die Vergabe des Sonderehrenpreises des KRZV. Dieser ging an einen Reiter, „der sich nicht nur durch sein feinfühliges Reiten und guten Umgang mit den Pferden auszeichnet, sondern sich auch um junge Reiter kümmert, seine Pferde zur Verfügung stellt und sein Können und Wissen als Trainer weitergibt“, hieß es in der Laudatio von Angelika Netzband, als sie Ralf Lahmann aus Saalfeld (reitet für den RFV Klötze) nach vorne bat. „Mit seiner ruhigen bedachten Art ist er ein Sympathieträger der Reiter des KRZV.“ Sportlich kann er als Dressurreiter auf unzählige Medaillen und Schleifen verweisen, ist unter anderem Serienlandesmeister der Dressursenioren.

Angelika Netzband überreichte Volker Tegge mit der Goldenen Peitsche die höchste Auszeichnung des Landesverbandes. Fotos: Meike Schulze-Wührl VOLKSSTIMME

Seien im Jahr 2019 die gesteckten Ziele des KRZV erreicht worden, gehe es nun darum, die Zukunft zu gestalten. Dazu gehören die Durchführung von Trainings- und Reitertagen, Turnieren und Zuchtveranstaltungen ebenso wie das Trainingslager für den Reiternachwuchs. Detlef Bock wünschte sich darüber hinaus von den Pferdesportlern nicht nur weiterhin guten Umgang mit den Pferden, sondern auch politisch Stellung zu beziehen und Verantwortung zu übernehmen. Das Wichtigste für ihn sei Frieden in Europa und auf der ganzen Welt. „Wir alle müssen dafür unser Bestes geben. Die Augen zumachen, kann nicht der Weg sein, mit Kleingeist lassen sich die anstehenden Probleme nicht lösen“, appellierte der Kreisreiterchef.