2. Aktionstag des TV Jahn Salzwedel: Vom Trendsport bis zur Selbstverteidigung

Alles was die Sportvereine in Salzwedel und Umgebung zu bieten haben, konnten Frauen am Sonnabend ausprobieren. Und das Angebot wurde rege genutzt.

Halt! Stop! Bis hierhin und nicht weiter, hieß es beim Selbstverteidigungskurs, den zwei Sportlerinnen aus dem Altmark-Dojo leiteten. Fotos: David Schröder VOLKSSTIMME

 

Salzwedel l Laut dröhnten die Bässe am Sonnabend durch die Sporthalle der Berufsbildenden Schulen in Salzwedel (BBS). Der Schweiß tropfte, doch die Sportlerinnen lächelten fast alle. Jumping Fitness und Zumba waren dort angesagt. Schnelle Beats gehören dabei einfach dazu. Und in der Hansestadt sind diese Sportarten bei Frauen derzeit absolut im Trend.

Sport in der Gruppe macht einfach großen Spaß, war dann auch das Resümee für den 2. Frauensportaktionstages des TV Jahn Salzwedel in um die BBS. Unterstützt wurden die Gastgeber vom Landes- und Kreissportbund sowie einer Vielzahl an Vereinen und Gruppen, die Aktivitäten speziell für Frauen – aber nicht nur – anbieten. Vom breiten Angebot, das 120 Salzwedelerinnen nutzten, überzeugte sich mit Silke Renk-Lange auch eine echte Olympiasiegerin. Die Vize-Präsidentin des Landessportbundes siegte 1992 in Barcelona im Speerwurf. „Als Sportbund haben wir natürlich die Hoffnung, dass nach der Veranstaltung die eine oder andere Frau in einen Verein geht“, erklärte sie im Gespräch mit der Volksstimme. Ihr Dank galt dabei auch den vielen ehrenamtlichen Helfern des TV Jahn, die dafür sorgten, dass sich Sportarten und Kurse wie Rhönradturnen, Bogenschießen, Selbstverteidigung oder Yoga präsentieren konnten.

Zu fetten Beats ging in der BBS-Sporthalle beim Jumping Fitness die Post ab. Einige Frauen testeten das Angebot, das bereits viele Fans in Salzwedel hat. Fotos: David Schröder VOLKSSTIMME

 

„Halt! Stop!“ wurde in einem Klassenraum der Berufsschule in aller Deutlichkeit gerufen. Dort zeigten Conny Kilanowitsch und Bettina Zörner den anwesenden Frauen und Mädchen mit welchen Mitteln eine effektive Selbstverteidigung gelingt. Als Karate-Sportler vom Salzwedeler Altmark-Dojo hatten die Übungsleiterinnen einige Tricks parat, die potenzielle Angreifer sicher in die Flucht schlagen. „Man bekommt einfach eine andere Körperspannung und damit auch Ausstrahlung“, meinte Bettina Zörner über ihren Sport.

Gleiches galt auch für die Frauen, die auf den Trampolins beim Jumping Fitness ordentlich auf das Tempo drückten. „Da kann wirklich jeder mitmachen“, meinte Trainerin Anja Geburt. Ein kleine Grundfitness sollte da sein, ergänzte die Übungsleiterin, „alles andere können wir aufbauen.“ Und dann ging es auch schon los. Mittlerweile gibt es bereits vier Jumping-Gruppen in der Hansestadt, berichtete Anja Geburt.

 

Auszeichnungen erfolgten durch die Vizepräsidentin des Landessportbundes Sachsen-Anhalt Silke Renk-Lange und Lutz Franke, Vorsitzender KSB AltmarkWest.

 

Lutz Franke vom Kreissportbund Altmark West freute sich, dass das Angebot an vielen unterschiedlichen Sportarten nach der Premiere im Vorjahr wieder gut angenommen wurde. Finanziell werde die Veranstaltung in den nächsten drei Jahren vom Landessportbund unterstützt, dann müsse es sich selbst tragen. „Es hat sich herumgesprochen, was hier los ist“, zeigte sich Franke hoffnungsvoll, dass das gelingt. Gut 120 Frauen testeten am Sonnabend bis in den Nachmittag das umfangreiche Angebot.

 

Marita Runge (rechts), Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Salzwedel, informierte zum Thema „Gewalt gegen Frauen“. Fotos: David Schröder VOLKSSTIMME

 

Erstmals beteiligte sich in diesem Jahr der Arbeitskreis „Gemeinsam gegen Gewalt“ am Frauensportaktionstag. Anlässlich des Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen (25. November) konnten sich die Sportlerinnen an einem Stand bei Marita Runge, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Salzwedel, informieren.

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