Basketball Salzwedel bezwingt VfL Kalbe 75:69 / Hansestädter bauen Tabellenführung aus

In der Bezirksliga Nordwest lieferten sich die Hansebaskets Salzwedel und der VfL Kalbe am Sonntag ein spannendes Altmark-Derby, das die Kreisstädter mit 75:69 (23:11, 43:36, 54:50) für sich entschieden.

Von Marco Heide VOLKSSTIMME

Salzwedel l Das Altmark-Derby in der Basketball-Bezirksliga Nordwest war am Sonntag zeitgleich ein Spitzenspiel. Die Hansebaskets Salzwedel hatten als Tabellenführer vor dem Anpfiff sechs Siege und eine Niederlage auf dem Konto. Ebenfalls eine Niederlage bei drei Siegen wies die Statistik des VfL Kalbe aus. Während die Hausherren beim Personal aus dem Vollen schöpfen konnten, mussten die Kalbenser auf vier Spieler auf den Außenpositionen verzichten. Das machte sich in der Anfangsphase stark bemerkbar.

Salzwedels Reinhard Geratz (Nr. 10) spielten im ersten Viertel die Kalbenser Abwehr schwindelig. Danach kam der VfL besser ins Spiel und machte den Hansebaskets das Leben ganz schön schwer. Foto: Marco Heide VOLKSSTIMME

Während die Hansebaskets eines ihrer besten Viertel der Saison spielten, plagten den VfL Kalbe Abstimmungsprobleme. Das Resultat waren viele Fehlpässe. Bei den Salzwedelern funktionierte nahezu alles perfekt. „Wir sind mit 130 Prozent Leistung gestartet“, erklärte Salzwedels Abteilungsleiter Reinhard Geratz. Fast jeder Drei-Punkte-Wurf fand sein Ziel. „Das war ein magisches Viertel“, schätzte Geratz ein. Mit 23:11 lag sein Team nach dem ersten Abschnitt in Führung.Kalbe verkürzt Rückstand auf vier Punkte

Im zweiten Viertel fanden die Kalbenser ins Spiel. „Wir waren besser strukturiert und haben versucht, das Spiel breiter zu machen“, erklärte VfL-Spielertrainer Harald Lotsch. Außerdem bekamen die Gäste die Rebounds unter ihre Kontrolle. So konnten die Kalbenser den Rückstand auf die Hansebaskets kontinuierlich verkürzen. Am Ende des zweiten Viertels lag der VfL sieben Punkte (36:43) und nach dem dritten Abschnitt sogar nur noch vier Zähler (50:54) zurück.

„Als Kalbe im zweiten Viertel herankam, haben wir ein wenig das Zittern bekommen. Doch in der Schlussphase haben die Jungs gezeigt, dass sie noch lange an der Tabellenspitze bleiben wollen“, resümierte Salzwedels Spielertrainer Edgar Golcer. In der Schlussphase fanden die Drei-Punkte-Würfe wieder ihr Ziel, so dass die Hansebaskets mit sechs Zählern Vorsprung gewannen.

„Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten dagegen gehalten. Wir waren auf Tuchfühlung, hatten aber nicht genug Dampf, um vorbeizuziehen. Mehr war einfach nicht drin“, erklärte Harald Lotsch. Der Spielertrainer erzielte für sein Team mit 26 Zählern, davon fünf Drei-Punkte-Würfe, die meisten Punkte. Auf Salzwedeler Seite warf Marcel Manthey ebenfalls 26 Punkte. Und dieser starke Wert war enorm wichtig, da Hansebaskets-Topscorer Janik Damm weiterhin auf der Suche nach seiner Form aus 2019 ist. Aber das kann sich für den Salzwedeler am kommenden Sonntag schon wieder ändern. Dann treffen die Hansebaskets in Wolmirstedt auf die dritte Mannschaft der Baskets. Der nächste Gegner der Kalbenser ist der SV Martineum Halberstadt. Dort tritt der VfL am 23. Februar an.

Hansebaskets Salzwedel: Lars-Patrick Aßmann (5), Reinhard Geratz (10), Janik Damm (20), Kevin Gilch, Edgar Golcer (2), Marcel Manthey (26), Marcel Ziemke (15), Djordje Petrovic (5), Jörg Schulze, Rayk Seemann (2), keine Angabe.

VfL Kalbe: Konrad Drüsedau (5), Olaf Duwe (2), Manuel Gericke (19), Jan Lohse (6), Harald Lotsch (26), Pascale Rose (6), Malte Schmieder, Dan Schröder (2).