Handball 1. und 2. Nordliga, Frauen: HV Solpke/Mieste / Kuhfelder Sportverein / SV Oebisfelde II / Diesdorfer SV / VfB Klötze

Salzwedel l Nach drei Spielen stehen die Frauen des HV Solpke/Mieste in der 1. Nordliga mit 2:4 Zählern auf Rang sieben. Wäre eine bessere Platzierung vor der erzwungenen Pandemie-Unterbrechung möglich gewesen?

Susanne Wiehl (am Ball) hat mit ihrem Diesdorfer SV in der 2. Nordliga bislang einen Zähler eingefahren. Fotos: Jens Pickert VOLKSSTIMME

Eventuell. Doch dann hätte es bei den Altmärkerinnen schon richtig rund laufen müssen. Beispielsweise zum Auftakt beim MTV Weferlingen. Dort lief es für die Mannschaft von Übungsleiter Christoph Lemme vor allem im ersten Aschnitt bestens. 10:7 führte der HV zur Pause. An diese Leistung konnten die Gäste dann im zweiten Durchgang leider nicht anknüpfen, so dass sich der MTV mit 21:17 durchsetzen konnte.

Sieg gegen Goldbeck

Aber die HV-Truppe kann auch Sieg. Zwar noch nicht im ersten Heimspiel am 10. Oktober gegen den aktuellen Spitzenreiter Barleber HC (20:25-Niederlage), doch dann eine Woche später gegen den ambitionierten Aufsteiger Blau-Gelb Goldbeck. Der wurde mit 20:14 bezwungen und dabei im ersten Durchgang im Prinzip vorgeführt. Denn nach 30 Minuten lag die Lemme-Sieben mit 10:1 vorn.

Sollte die Saison irgendwann wieder anlaufen, werden die HV-Damen weitere Zähler holen und dem Abstieg sicher entgehen.

In der 2. Nordliga deutet sich nach drei Spieltagen das an, was wohl die meisten an den Start gegangenen Mannschaften erwartet haben – die Meisterschaft wird wohl nur über die SG Seehausen gehen.

Die SGS, einst bis in die Mitteldeutsche Oberliga vorgestoßen, steht auch mit 6:0 Punkten an der Spitze. Allerdings befinden sich die Reserven des Barleber HC und des FSV Magdeburg, beide ebenfalls noch ohne Punktverlust, hinter Seehausen in Lauerstellung.

Nicht ganz für die Spitze reicht es hingegen für die vier Vertretungen aus der westlichen Altmark. Aber die Damen des Kuhfelder SV, des SV Oebisfelde II, des Diesdorfer SV und des VfB Klötze schlagen sich wacker.

Allerdings müssen sich alle vier Mannschaften immer wieder mit Besetzungsproblemen herumplagen, so dass durchaus bessere Platzierungen möglich gewesen wären.

Vivien Exß (beim Wurf) ist seit vielen Jahren eine Stütze im Team der Frauen des HV Solpke/Mieste. Fotos: Jens Pickert VOLKSSTIMME

Am besten vom westaltmärkischen Quartett platziert sind die Kuhfelderinnen. Sie halten mit 4:2 Punkten Position vier. Der KSV startete mit einem siegreichen Doppelschlag. 22:19-Erfolg bei Chemie Genthin und ein knappes 16:15 in heimischer Halle im Derby gegen den Diesdorfer SV. Vor dem Abbruch zog der KSV dann in Güsen mit 19:25 den Kürzeren.

Nach dem KSV folgt mit 3:3 Zählern und Rang fünf die SVO-Reserve. Die Formation von Trainerin Lydia Teuchert startete mit einem 20:20 in Diesdorf und bezwang dann im ersten Heimauftritt den Güsener HC sicher mit 25:18.

Im vorerst letzten Spiel beim FSV Magdeburg II wurde es dann allerdings heftig. Der SVO ging, weil auch arg personalgeschwächt, in der Landeshauptstadt mit 18:36 unter.

Noch nicht so richtig Fuß gefasst haben Diesdorf und Klötze. Der DSV steht mit 1:5 Punkten auf Rang acht, während die VfB-Sieben noch ohne Erfolgserlebnis ist und mit 0:6 Zählern auf dem vorletzten Platz rangiert. Schlusslicht ist mit ebenfalls 0:6 Zählern Chemie Genthin.

Diesdorf verlor nach dem 20:20 gegen den SVO II knapp in Kuhfelde und musste dann klar gegen Barleben II (25:36) passen. Klötze verlor ebenfalls gegen Barleben II (17:24), anschließend deutlich in Seehausen (13:29) und auch in Haldensleben (19:26).

Von Jens Pickert VOLKSSTIMME